Holocaust by Barbara Sonek
We played, we laughed
we were loved.
We were ripped from the arms of our parents
and thrown into the fire.
We were nothing more than children.
We had a future.
We were going to be lawyers, rabbis, wives,
teachers, mothers.
We had dreams, then we had no hope.
We were taken away in the dead of night
like cattle in cars, no air to breathe
smothering, crying, starving, dying.
Separated from the world
to be no more.
From the ashes, hear our plea
This atrocity to mankind can not happen again.
Remember us, for we were the children
whose dreams and lives were stolen away.
Barbara Sonek teaches social studies in a very urban school in an economically deprived area of New York. She lived in Israel for 15 years, met many survivors and listened to their stories which impacted her life.




Reinhard Mey
Immer Weiter, 1994
DIE KINDER VON IZIEU

Sie war`n voller Neugier, sie waren voller Leben,
Die Kinder, und sie waren vierundvierzig an der Zahl.
Sie war'n genau wie Ihr, sie war'n wie alle Kinder eben
lm Haus in Izieu hoch überm Rhônetal.
Auf der Flucht vor den Deutschen zusammengetrieben,
Und hinter jedem Namen steht bitteres Leid,
Alle sind ganz allein auf der Welt geblieben,
Aneinandergelehnt in dieser Mörderzeit.
Im Jaht vierundvierzig, der Zeit der fleiß'gen Schergen,
Der Spitzel und Häscher zur Menschenjagd bestellt,
Hier wird sie keiner suchen, hier oben in den Bergen,
Die Kinder von Izieu, hier am Ende der Welt.

Joseph, der kann malen: Landschaften mit Pferden,
Thèodore, der den Hühnern und Küh'n das Futter bringt,
Liliane, die so schön schreibt, sie soll einmal Dichterin werden,
Der kleine Raoul, der den lieben langen Tag über singt.
Und Elie, Sami, Max und Sarah, wie sie alle heißen:
Jedes hat sein Talent, seine Gabe, seinen Part
Jedes ist ein Geschenk, und keines wird man denen entreißen,
Die sie hüten und lieben, ein jedes auf seine Art.
Doch es schwebt über jedem Spiel längst eine böse Ahnung,
Die Angst vor Entdeckung über jedem neuen Tag,
Und hinter jedem Lachen klingt schon die dunkle Mahnung,
Daß jedes Auto, das kommt, das verhängnis bringen mag.

Am Morgen des Gründonnerstag sind sie gekommen,
Soldaten in langen Mänteln und Männer in Zivil.
Ein Sonnentag, sie haben alle, alle mitgenommen,
Auf Lastwagen gestoßen und sie nannten kein Ziel.
Manche fingen in ihrer Verzweiflung an zu singen,
Manche haben gebetet, wieder andre blieben stumm.
Manche haben geweint und alle, alle gingen
Den gleichen Weg in ihr Martyrium.
Die Chronik zeigt genau die Listen der Namen,
Die Nummer des Waggons und an welchem Zug er hing.
Die Nummer des Transports mit dem sie ins Lager kammen,
Die Chronik zeigt, daß keines den Mördern entging.

Heute hör' ich, wir sollïn das in die Geschichte einreihen,
Und es muß doch auch mal Schluß sein, endlich, nach all den lahrïn.
Ich rede und ich singe und wenn es sein muß, werde ich schreien,
Damit unsre Kinder erfahren, wer sie warïn:
Der Älteste war siebzehn, der jüngste grad vier Jahre,
Von der Rampe in Birkenau in die Gaskammern geführt.
Ich werd' sie mein Leben lang sehn und bewahre
Ihre Namen in meiner Seele eingraviert,
Sie warïn voller Neugier, sie waren voller Leben,
Die Kinder, und sie waren vierundvierzig an der Zahl.
Sie warïn genau wie ihr, sie warïn wie alle Kinder eben
Im Haus in Izieu hoch überm Rhônetal.


I recommend the books:
French Children of the Holocaust: A Memorial, by Serge Klarsfeld. New York University Press. 1,904 pp. 2,500 photographs.
The Children of Izieu: A Human Tragedy, by Serge Klarsfeld. New York, Abrams: 1984